Zur Hauptnavigation springen Zum Inhalt springen Zur Fußzeile springen

Artikel

Bd. 5 (2026): Bd. 5 (2026) GeoTHERM Abstractband

Probability of triggering significant earthquakes through geoenergy projects

Eingereicht
August 19, 2025
Veröffentlicht
2026-01-06

Abstract

Die Vorhersage maximal möglicher Erdbeben, die durch massive Eingriffe in den Untergrund ausgelöst werden, ist ein dringendes praktisches Problem. Um dieses Problem zu lösen, schlagen wir vor, zwischen der Wahrscheinlichkeit gut kontrollierter induzierter seismischer Ereignisse und der Wahrscheinlichkeit ausgelöster tektonischer Erdbeben mit unkontrollierten Brüchen, die weit über den Wirkungsbereich hinausreichen, zu unterscheiden. Um diesen Ansatz in die Praxis umzusetzen, führen wir das Konzept des seismotektonischen Kontinuums ein und kombinieren es mit dem Seismogenic-Index Modell und der Lower-Bound Statistik der Frequenz-Magnituden-Verteilung induzierter Erdbeben. Auf dieser Grundlage schlagen wir vor, die Worst-Case-Wahrscheinlichkeit für die Auslösung eines tektonischen Erdbebens großer Magnitude in einem Kontinuum zu berechnen und zu überwachen. Zur Veranschaulichung unseres Ansatzes betrachten wir mehrere Fallstudien, darunter die klassische Fallstudie der Denver-Erdbebenserie von 1962–1968, das Groninger Gasfeld und die Geothermieanlage Pohang in Südkorea.