Gemäß dem Wärmeplanungsgesetz sind kommunale Gebiete in Deutschland mit mehr als 100.000 Einwohnern verpflichtet, eine umfassende Wärmeplanung bis 2026 zu erstellen. Die Nutzung der Geothermie spielt dabei in München eine entscheidende Rolle, da sie durch ihre hohe Effizienz einen signifikanten Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärme- und Kältesektors leisten kann. Um die vielfältigen geothermischen Potenziale erfolgreich in die Wärmeplanung zu integrieren, sind jedoch Methoden erforderlich, die angepasste Analysen für einen breiten Anwendungsbereich ermöglichen.
In diesem Beitrag wird der ganzheitliche Ansatz Münchens vorgestellt, der Bestands- und Potenzialanalyse mit rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien sowie die Ausweisung von Eignungsgebieten umfasst. Darüber hinaus wird die Umsetzungsstrategie der Wärmeplanung präsentiert, deren zentrale Bausteine eine gezielte Unterstützung des Ausbaus der Geothermie mittels Quartiersarbeit, Bebauungsplanung, Förderbausteinen und Bürgervernetzung sind.